Böhme Zeitung, 23. Januar 2008

Presseschau >>

Karin Thorey leitet Koo-Stelle

Die Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft Heidekreis hat eine neue Leiterin: Karin Thorey wechselte vom Jugendamt des Landkreises Soltau-Fallingbostel in die von der Volkshochschule Heidekreis getragene Einrichtung, die Frauen bei der Wiedereingliederung ins Berufsleben hilft. Sie löste damit Ute Kampmann ab. Die Koo-Stelle bietet vor allem Frauen nach einer beruflichen Unterbrechung Beratungen und Weiterbildungen an und arbeitet in einem Überbetrieblichen Verbund mit Arbeitgebern aus dem Heidekreis zusammen.

Seite 2
Karin Thorey leitet jetzt die Koo-Stelle

Ziel: Frauen wieder ins Berufsleben eingliedern

jw. Soltau. Die Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft Heidekreis hat eine neue Leiterin: Karin Thorey trat zum Jahresbeginn die Nachfolge von Ute Kampmann an. Die von der Volkshochschule Heidekreis getragene Koordinierungsstelle hilft arbeitsuchenden Frauen, aber auch Männern in der Elternzeit, bei der Wiedereingliederung ins Berufsleben.

Karin Thorey will die Anlaufstellen für dieses Angebot von Walsrode auf den Nordkreis ausdehnen. Sie bietet an jedem 1. Mittwoch im Monat von 10:00 bis 11:30 Uhr Sprechstunden im alten Soltauer Rathaus an und strebt solche Angebote auch für andere Nordkreiskommunen an.

Hermann Norden, Geschäftsbereichsleiter der Volkshochschule, stellte die neue Leiterin der Koo-Stelle gestern offiziell vor. Er wies darauf hin, dass die Förderung der Einrichtung mit sogenannten Ziel-1-Mitteln für die nächsten sechs Jahre gesichert sei. Etwa ein Viertel der Gesamtkosten in Höhe von jährlich 168.000 Euro trage die Volkshochschule, der Landkreis schieße 6000 Euro dazu. Demnächst bekomme Karin Thorey eine Mitarbeiterin mit einer halben Stelle als Verstärkung.

Jährlich 250 Bewerberinnen

Jährlich wenden sich laut Norden etwa 250 Frauen (und Männer) an die Koo-Stelle. Über die Erfolge bei der beruflichen Wiedereingliederung gebe es jedoch keine Statistiken. Er schätze, dass etwa jede zweite Bewerberin ins Berufsleben zurückfindet.

Die neue Leiterin erklärte, das Konzept der Koordinierungsstelle beruhe auf drei Säulen: der Beratung, der Weiterbildung und einem Überbetrieblichen Verbund von Arbeitgebern. Die Beratung solle arbeitsuchenden Frauen aufzeigen, welche Möglichkeiten sie haben. Die Weiterbildung biete die Möglichkeit, sich für einen Beruf zu qualifizieren. Dabei könne die Koo-Stelle auf ein Netzwerk von Weiterbildungsmöglichkeiten zurückgreifen. Dem Überbetrieblichen Verbund gehörten Unternehmen an, die bereit seien, Frauen nach einer beruflichen Pause einzustellen.

Karin Thorey war zuletzt zwölf Jahre land im Jugendamt des Landkreises für Mädchenarbeit, soziale Jugendarbeit und Erlebnispädagogik auf dem Jugendhof Idingen zuständig. Ehrenamtlich war sie fünf Jahre lang Stadtjugendpflegerin in Soltau und weitere fünf Jahre Vorsitzende des Kreisjugendrings. Aktuell gehört sie für die Bürgerunion dem Soltauer Stadtrat an.

Zurück