Böhme Zeitung, 7. Juli 2010 |
mac Heidekreis. Sie werden immer mehr: Menschen, die älter sind als 50 Jahre. Rund um sie entsteht zusehends ein eigener Markt. Neue Berufsfelder entstehen, die Arbeitssuchenden neue Chancen bieten. Die Wirtschaft reagiert mit speziellen Angeboten wie etwa begleiteten Reisen. Immer mehr Menschen pflegen Angehörige, das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird relevanter. Das Potenzial rund um die ältere Generation weiter ausschöpfen und informieren - dazu will die Messe
„Mitten im Leben - Lebensqualität für die Generation plus" beitragen.
Veranstalter sind der Überbetriebliche Verbund Familie & Beruf (ÜBV), die Koordinierungsstelle (Ko-Stelle) Frau & Wirtschaft Heidekreis sowie die Agentur für Arbeit Soltau. „Ich will das Rad in Schwung bringen", sagt Karin Thorey. Geschäftsführerin des ÜBVs und Projektleiterin der Ko-Stelle. Den Menschen das Thema weiter ins Bewusstsein zu rücken, „könnte zur Standortsicherung des Landkreises beitragen", so Thorey. Dr. Claus-Jürgen Bruhn, Vorsitzender des UBV und Geschäftsführer der Stadtwerke Soltau, stimmt ihr zu.
Aus ihrer Erfahrung bei der Ko-Stelle weiß Thorey zudem, dass im Bereich Pflege viele Arbeitsplätze zu vergeben seien, und zwar nicht nur für die Pflege direkt am Bett. Dabei biete es sich oft an, eine Selbstständigkeit aufzubauen. Auch viele ältere Frauen hätten in der Branche gute Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Ohnehin habe sich die Akzeptanz gegenüber älteren Arbeitnehmern gesteigert, berichtet Hartwig Mienert, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Soltau. Allein im vergangenen Jahr sei die Arbeitslosigkeit der 50- bis 65-Jährigen im Landkreis um 25 Prozent zurückgegangen.
Die Messe richte sich also an Arbeitssuchende, Unternehmen und Interessierte - ältere Menschen natürlich inklusive - gleichermaßen. Sie soll am Freitag, 8. Oktober, von 10 bis 17 Uhr in der Alten Reithalle in Soltau stattfinden. Thorey hat bereits sämtliche Unternehmen angesprochen, die Mitglied im UBV sind - und das seien inzwischen 86. Dabei sei sie auf positive Resonanz gestoßen: „Die sind mir bald um den Hals gefallen." Ein Verhalten, das aufzeige, wie aktuell die Themen Alterwerden im Betrieb und die Vereinbarkeit von Pflege mit dem Beruf sind.
Dabei soll der Eintritt zur Messe für Besucher frei sein, Aussteller müssen eine Standgebühr aufbringen - ausgenommen sind gemeinnützige Organisationen, Anmeldeschluss für Aussteller ist Sonntag, 15. August. Kontakt über Karin Thorey, Kleiner Graben 22 a, 29664 Walsrode, (05161) 485621.
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