Heide Kurier, 8. Dezember 2010

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WALSRODE. Angeregte Ge­spräche über die umfangreiche Ar­beit der Koordinierungsstelle „Frau & Wirtschaft Heidekreis" standen kürz­lich beim Besuch der niedersächsi­schen Sozialministerin Aygül Özkan im Vordergrund. Nach einer kurzen Begrüßung durch Landrat Manfred Ostermann und Hermann Norden, Programmbereichsleiter der Volks­hochschule Heidekreis, stellte Pro­jektleiterin Karin Thorey die Koordinierungsstelle vor.


Mit Interesse hörte sich die Mini­sterin die Ausführungen der Koordi­nierungsstellenleiterin an. 366 Be­rufsrückkehrerinnen wurden 2009 in Einzelgesprächen beraten. Weitaus mehr Frauen konnten über die 43 In­formationsveranstaltungen erreicht werden. Dabei seien auch Frauen aus zwölf Nationen, die zusätzlich das besondere Problem der Anerken­nung ihres im Ausland erworbenen Abschlusses hätten. Aygül Özkan wies darauf hin, daß ihr Ministerium daran arbeite, hier Erleichterung zu schaffen. Es könne nicht sein, daß besonders vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel im Ausland er­worbene Abschlüsse von Akademikerinnen in Deutschland nicht aner­kannt würden.


Zu den Aufgaben der Koordinie­rungsstelle gehört zugleich auch die Geschäftsführung des Überbetrieb­lichen Verbunds Familie & Beruf (ÜBV) mit seinen vielfältigen Aufga­ben, erläuterte Karin Thorey. Zen­traler Punkt sei dabei die Unterstüt­zung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen beim Aufbau von familienfreundlichen Strukturen, wobei die Betreuung von Grundschul­kindern in den Sommer- und Herbst­ferien das „Herzstück" sei. SilkeTho­rey-Elbers, 2. Vorsitzende des ÜBV, führte aus, dass Kinder von Beschäf­tigten in Mitgliedsunternehmen nur die Hälfte der Betreuungskosten zahlen müßten.


 

Die Mittel für die Koordinierungs­stelle werden zu 77 Prozent vom eu­ropäischen Fonds für regionale Entwicklung gestellt (EFRE) und sind bis 2013 sicher. Landrat Manfred Oster­mann appellierte an die Ministerin, sich frühzeitig für eine weitere För­derung einzusetzen. Die Koordinie­rungsstelle im Kreis Soltau-Falling­bostel ist übrigens die erste der 20 niedersächsischen Koordinierungs­stellen, die die Ministerin besuchte.

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